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Hurtigruten Reise August 2007

Meine Hurtigruten Reise im August 2007



Es ist ein lang gehegter Traum von mir, einmal so eine Reise entlang der Westküste Norwegens zu machen und am 11.8.2007 ist es dann endlich soweit.

Am 11.8.2007 Einschiffung in Bergen um 17.00 Uhr. Mein Zuhause ist für die nächsten Tage die MS „Midnatsol“. Die Kabine kann um 18.00 bezogen werden und so bleibt noch viel Zeit, das Schiff vorher ein wenig zu erkunden.
Abfahrt dann um 20.00 Uhr und das Abenteuer beginnt.:
Die Schären Inseln leuchten im Sonnenlicht und es steht fest, heute werde ich sicher erst spät in die Koje kriechen und nach einem ausgedehnten Abendessen geht’s gleich wieder an Deck um die wunderbare Aussicht zu genießen. Das erste Wunder lässt dann auch nicht lange auf sich warten. Der Abendhimmel färbt sich feuerrot.
Das kann ja noch was werden, bei solchen Anblicken kann man doch nicht schlafen gehen.
Der nächste Morgen, Stopp in Alesund einer schönen Jugendstil Stadt mit vielen schönen Häusern und Ornamenten an den Fassaden. Es bleibt noch etwas Zeit um einen kleinen Abstecher in die Stadt zu unternehmen, doch bald geht es weiter. Heute ist der Geiranger Fjord das nächste Ziel mit einem Busausflug zu den Trollstigen. Vorbei geht die Fahrt mit dem Schiff an den Wasserfällen „Sieben Schwestern“ und mitten auf dem Fjord ankert die Midnatsol, und die Ausflügler werden ausgetendert. Das kleine Boot bringt uns zum Hafen von Geiranger, wo dann auch schon die Busse auf die Passagiere warten.
Es geht über die Adlerstrasse hinauf und der Blick auf den Fjord ist traumhaft. Sie verbindet die Orte Geiranger und Eidsdalen am Norddalsfjord. Auf dem Gipfel angekommen, geht es die Trollstigen hinab. Leider in dichtem Nebel und so sehe ich nicht die Tiefe, was evtl. auch gut ist, wenn man nicht so ganz schwindelfrei ist. Über Andalsnes geht es weiter. Mit einer Autofähre überqueren wir den Nordfjord von Eidsdal nach Linge. Es ist eine kurze Überfahrt bei schönem Wetter.
Weiter geht es mit dem Bus. Auf dem Weg nach Molde erstreckt sich auf der linken Seite der weite Romsdalsfjord mit den majestätischen Romsdal-Alpen im Süden
Am Abend erreichen wir Molde, auch die „Rosenstadt“ genannt. Durch das milde Klima, bedingt durch den Golfstrom, ist hier die Vegetation sehr üppig und die Rosen fühlen sich besonders wohl bei den Temperaturen.
Kaiser Wilhelm II verbrachte hier seine Sommer in den Jahren von 1889 bis 1914 mit einer Ausnahme und das war 1905.
Unser Schiff legt fast zeitgleich mit der Ankunft unserer Busse am Kai an und damit ist dann auch der sehr interessante Ausflug beendet.
Die Fahrt geht weiter und der nächste Tag wird sicher wieder sehr abwechslungsreich.

13.8.2007
Heute ist der dritte Tag meiner Reise und wir erreichen planmäßig um 8.15 Uhr den Hafen von Trondheim.
Es ist frühes Aufstehen notwendig, denn bereits um 8.30, nach dem Frühstück, geht es mit dem Bus in die Stadt. Es ist eine Dombesichtigung geplant und anschließend ein Besuch in einem historischen Musikmuseum.
Nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt erreichen wir den Nidaros Dom. Die Gruppe wird mit Aufklebern versorgt. Alle erhalten einen Button, der uns sichtbar kennzeichnet. Ehe die Führung beginnt, erklärt die Stadtführerin etwas über die Entstehung des Domes. Er wurde im Jahre 995 von dem Heldenkönig Olav Tryggvason errichtet, d.h. er brachte den christlichen Glauben von seinen Streifzügen durch verschiedene Länder Europas mit und wollte Norwegen christianisieren, dabei ging er hart mit den Bürgern um. Er gründete an der Nidelvmündung die Stadt Nidaros und erbaute Königshof und Kirche. Doch bereits im Jahre 1000 in der Schlacht bei Svolder fand er den Tod und die Stadt und Kirche verfielen. Danach bestieg Olav Haraldsson den Thron. Auch er fiel im Kampf um das Christentum im Jahre 1030. Zunächst wurde seine Leiche in die Obhut von Freunden gegeben, die ihn dann später begruben. Doch heute kann keiner mehr so richtig sagen, wo sich sein Grab befindet sicher ist nur, dass es irgendwo auf dem Domgelände ist.
Der Dom ist in seiner Geschichte mehrere Male abgebrannt und erst in den Jahren um 1990 wieder in seinem vollen Glanze erstrahlt.
Nach dem Dombesuch geht es ins Ringve Musik Museum. Hier haben wir eine nette Führung, eine junge Musikerin, die uns auf den alten Instrumenten einige kleine Stücke vorspielt und zum Schluss auch noch ein wunderbares norwegisches Volkslied vorsingt mit einer sehr schönen Stimme. Sie ist eine charmante Person. Wir erfahren einiges über Grieg, sehen uns alte Instrumente an und haben einen kleinen Einblick in die Lebensgewohnheiten der verschiedenen Komponisten. Ich habe selten einen Museumsbesuch so schön gefunden und die Zeit ist fast zu kurz, um alles in Ruhe zu studieren.

Jetzt geht es noch kurz durch die Stadt ehe wir wieder zum Schiff gefahren werden.
Am Schiff angekommen, legt die Midnatsol auch schon bald ab und die Fahrt geht weiter. Um ca. 16.15 dann das Erlebnis, die Fahrt durch den engen Stokksund.
Die Fahrt geht vorbei an dem schönen alten Leuchtturm von Kjeungskjaer,
man könnte meinen, er stünde direkt im Wasser, doch sein Untergrund ist eine Schäreninsel und dann ist es soweit, wir erreichen die enge Einfahrt in den Stokksund. Es wird sich eine Geschichte erzählt, dass seinerzeit der Kaiser Wilhelm, als er mit der „Hohenzollern“ auf Nordlandtour war ( er liebte diese Gegend), dem Lotsen fast ins Ruder gegriffen habe, der Lotse ihn dann aber zurechtwies und sagte: hier hilft es nichts, Kaiser zu sein, hier bin ich der Lotse! Später erhielt der Lotse vom Kaiser eine goldene Uhr mit dem Namenszug des Kaisers.
Durch dieses Nadelöhr muss das Schiff und alle Fotofreaks stehen natürlich am Bug, um sich dieses Schauspiel anzusehen und auf den Film zu bringen. Leider regnet es in strömen und die Bilder sind ein wenig verwässert.


14.8.2007

Der 4. Tag beginnt um 8.15 Uhr als wir die Südwertsgehende MS „Lyngen“ passieren und ich von den Schiffssirenen aufwache. Es wird auch Zeit, denn ich will ja nicht die Reise verschlafen. Das Schiff ankert und die Ausflügler zum Gletscher werden von einem kleineren Schiff, das längsseits geht, abgeholt. Natürlich habe ich das jetzt verpasst, kann nur das Schiff noch gerade sehen, als es abdampft. Um 9 .30 Uhr legen wir dann in Örnes an und da bin ich dann auch schon lange mit dem Frühstück durch.
Um 12.25 erreichen wir die nächste größere Stadt Bodö, es ist die Hauptstadt des Nordlands mit etwa 40.000 Einwohnern.
Hier gibt es die Möglichkeit, einen etwas ausgedehnteren Ausflug in die Stadt zu unternehmen und so mache ich mich auf den Weg. Einige Passagiere haben sich für eine Schlauchboot Safari aufgemacht. Hierzu werden sie mit Neopren Anzügen versorgt und ab geht es. Das ist möglich, da wir hier bis 15.00 Uhr liegen.
Um 16.00 ist heute mein Besichtigungstermin auf der Brücke. Der Kapitän ist sehr geduldig und beantwortet alle Fragen, die aus der Gruppe der 20 Teilnehmer so gestellt werden. Leider kann ich nur wenig davon behalten, mich interessieren die vielen Bildschirme mit Webkamera Bildern vom gesamten Schiff. Wir befinden uns zurzeit auf einer offenen Seestrecke und eine leichte Dünung lässt das Schiff ein wenig schaukeln. Wir überqueren Richtung Stamsund den Vestfjord es dauert ca. 3 Stunden ehe wir wieder die schützenden Schäreninseln erreichen.
Um ca. 18.00 Uhr dann ein neuer Höhepunkt, die Lofotenwand, eine 100 km lange Bergkette von Moskenes im Süden bis zum Raftsund. Die Sicht ist nicht so gut, doch im Dämmerlicht kann man die Wand erahnen.
Um 19.00 Uhr kommen wir dann in Stamsund an. Hier haben wir nur eine halbe Stunde Aufenthalt.
Um 20.15 Uhr passieren wir die Südwertsgehende M/S Nord Norge

Unser nächster Hafen ist um 21 Uhr erreicht, es ist Svolvaer. Die Hauptstadt der Lofoten.
An der Hafeneinfahrt grüßt eine Statue, eine Fischerfrau, die den hinausfahrenden Fischern nachwinkt. Sie ist hübsch anzusehen und ein begehrtes Fotoobjekt.

Diese Beschreibung fand ich bei Google
Art/Name des Werkes:
Fiskerkona (Fischerfrau)
Künstler: Per Ung
Jahr: 1999
Ort/Lage: 
Einfahrt in den Hafen von Svolvær
Beschreibung:
Naturalistische 4,5 m hohe Bronzeskulptur. Die Fischerfrau an der Hafeneinfahrt wartet gespannt auf die Rückkehr der Fischerboote vom Vestfjord.

Um 22.00 Uhr winkt uns die Fischersfrau zum Abschied noch einmal hinterher, evtl. auch um dann gespannt auf unsere Rückkehr eines Tages zu warten.

Dann um 23.00 Uhr ist es soweit, wir durchfahren den Raftsund und haben den Trollfjord erreicht. Es herrscht ein großes Hallo und die Schiffsbesatzung hat sich für dieses Ereignis einiges ausgedacht. Zunächst werden die hohen Felsen von den Schiffsscheinwerfern angestrahlt, das gibt ein sehr mysteriöses, gruseliges Licht, das sich im Wasser wieder spiegelt. Man weiß kaum, wo oben und unten ist. Dann um Mitternacht auf Deck 9 gibt es die Trollfjord Suppe und Trollfjord Schnaps ist auch zu kaufen. Alle Passagiere befinden sich jetzt oben an Deck.
Auf der Fahrt im Raftsund war es recht kalt und windig, doch als wir dann in dem 2,6 km langen Trollfjord waren, war von dem ungemütlichen Wetter nichts mehr zu spüren.
An Bord gibt es jede Menge "Trollfjord - Dinge" zu kaufen.
Nach diesem Spektakel gehe ich auch bald schlafen, denn der nächste Tag wird wieder ein neues Erlebnis bringen.

15.8.2007

Bereits am frühen Morgen um 6.45 erreichen wir Harstad, verlassen es aber schon wieder um 8.00 Uhr, als ich beim Frühstück sitze. Auch die Südwertsgehende M/S „Richard With“ passiert bereits um 8.00 Uhr unser Schiff und man begrüßt sich mit der Schiffsirene.
Kurz nach unserem Ablegen passieren wir die Kirche von Trondenes. Diese Kirche wurde im Jahr 1250 erbaut und ist die nördlichste mittelalterliche Steinkirche Norwegens. Auch diese Sehenswürdigkeit bleibt mir heute am frühen Morgen verborgen, denn ich möchte erst einmal in aller Ruhe frühstücken. Es gibt nachher noch so allerlei Sehenswertes und auf der Rücktour habe ich noch Gelegenheit, die Kirche zu besichtigen.
Den Polarkreis haben wir gestern früh um 7.04.04 überquert und heute um 10 Uhr findet dann auf Deck 9 die Polarkreis Taufe statt. Es ist eine kalte Angelegenheit. Es war vorher ein Quiz ausgeschrieben und der Gewinner, der diesem Zeitpunkt am Nächsten ist, erhält ein schönes Buch zu dieser Reise. Die Kandidaten für die Taufe erhalten eine Schöpfkelle Eis in den Kragen geschüttet. Das ist sicher nicht ganz angenehm. Doch es findet regen Zuspruch, was ich so nicht ganz nachvollziehen kann, denn heute ist es alles Andere als warm. Kalter Wind fegt übers Deck und dann noch die Eisdusche, na ich weiß nicht, ob das so toll ist. Neptun und die Besatzung haben auf alle Fälle ihren Spaß daran und viele andere Passagiere auch.
Um 11 Uhr findet der tägliche Vortrag über die Aktivitäten des nächsten Tages in Deutsch statt und das will ich mir einmal anhören, denn morgen werde ich einen Ausflug zu einem Samen Camp machen.
Um 11.15 Uhr legen wir in Finsnes an, das wir allerdings schon 30 Minuten später wieder verlassen und in den Gisundfjord fahren, nachdem wir über uns die riesige Gisundbrücke haben, die den Ort mit der größten Insel Norwegens verbindet.

Um 14.30 Uhr erreichen wir Tromsö. Diese Stadt wird die Hauptstadt des Eismeeres genannt und hat ca. 60.000 Einwohner, wovon allerdings ein sehr großer Teil ca. 20.000 Studenten sind. Unsere Midnatsol legt in der Stadtmitte an und die Busse für den Ausflug zur Eismeer Kathedrale und für eine Stadtrundfahrt stehen bereits bereit.
Hier haben wir 4 Stunden Aufenthalt und die Zeit reicht natürlich auch, um das gesamte Stadtgebiet zu umfahren und so erhalten wir einen groben Eindruck über die Stadt und die Wohnquartiere der Bürger. Dann geht es ins Museum, dem Polaris wo wir einer Dressur und Fütterung der Bartrobben zusehen. Die niedliche Reiseführerin schwärmt immer von dem tollen Wetter, was wir heute hier erleben können. Es war wohl einer der sehr wenigen Sonnentage, die diese Stadt zu bieten hat. Wir haben ca. 22 Grad und das ist für diese Region offenbar doch eher selten.
Ein Film über Spitzbergen und die Artic beendet unseren Besuch hier im Museum. Um 16.00 geht es dann zur Stadtrundfahrt. Wir sehen den Flughafen, die Berge der Inselstadt Tromsö, die von den Bürgern für allerlei Freizeit und Sportaktivitäten genutzt werden.
Wir erfahren, dass Tromsö die Heimatstadt von Roald Amundsen ist, der 1928 mit seinem Wasserflugzeug „Latham“ aufbrach, um einen italienischen Kollegen zu suchen. Der Italiener kam zurück, doch Amundsen starb bei dieser Exkursion.

– Quelle: Wikepedia: Am 18. Juni 1928 brach er als Leiter einer Rettungsexpedition für Umberto Nobile, dessen Luftschiff in der Arktis abgestürzt war, auf und kam dabei ums Leben. --

Im Juni 1893 startete der Polarforscher Friedjof Nansen seine Expedition in Nacht und Eis mit der „Fram“ von hier. Auch er war hier ansässig. Diese Fahrt dauerte 3 Jahre und in dem Buch „In Nacht und Eis“ wird hierüber ausführlich berichtet.
Man erzählt uns auch, dass während des 2. Weltkrieges Hitler den Befehl gab, Nord Norwegen zu verwüsten und zum Glück ist dieser Ort nicht so heftig davon betroffen, wie Andere, so finden sich hier auch noch viele sehr alte Holzhäuser aus der Zeit der Polarforscher.
Nach dem Besuch der Eismeer Kathedrale kehren wir mit unserem Bus zum Schiff zurück und um 18.30 Uhr geht es dann weiter in Richtung Skervöy.
Um 18.45 erreichen wir die lang gezogene Gebirgskette, die so genannten Lyngsalpen, die wir um 20.00 Uhr immer noch an unserer Seite haben. Man erzählt uns, dass diese Berge ein Paradies für Bergwanderer sind und wahre Touristenströme hier unterwegs sind.

Nach einem geruhsamen Abend im Panorama Salon werde ich noch die Ankunft in Skervöy abwarten und mich dann ins Bett begeben. Skervöy verlassen wir dann auch schnell wieder und um 22.45 ist es dunkel und der Himmel schimmert in gelb und rot Tönen. Ein wunderschöner Abendhimmel, den ich mir natürlich nicht entgehen lasse.
Jetzt ist es aber Zeit, um ins Bett zu gehen.

16.8.2007
Heute möchte ich etwas länger schlafen und so verpasse ich die Station Hammerfest, Ankunft 5.15 und Abfahrt dann schon wieder um 6.45 Uhr, allerdings bin ich kurz wach und sehe aus dem Fenster. Hammerfest kann ich auf der Rückfahrt ja auch noch am Tage sehen.
Also Frühstück erst um 9.00 Uhr und um 9.30 dann schon der nächste Halt, Havöysund und um 10.00 legen wir auch schon wieder ab. Bei diesen kurzen Aufenthalten lohnt es sich kaum, einmal von Bord zu gehen.
Hönningsvag erreichen wir um 11.45 Uhr und hier bleiben wir dann bis 15.15 Uhr. Die ersten Ausflügler zum Nordkap sind unterwegs. Ich mache einen kurzen Landgang in den Ort, sehe mir einige Geschäfte an, beschließe allerdings, doch bald wieder aufs Schiff zu gehen. Eine öde Stadt, was ich so sehen konnte, eben doch schon hoch im Norden mit sicher nicht so vielen und reichen Einwohnern.
Jetzt ist Kaffee-Zeit für mich und der Kaffee in der Cafeteria lockt mich und natürlich auch der Kuchen. Es wurde uns erzählt, dass einige Bewohner der kleinen Ortschaften während der Liegezeit als Gast an Bord kämen, um hier den Kaffee und den Kuchen zu genießen. Wenn das Schiff dann zur Abfahrt bereit ist, werden die Besucher über Lautsprecher gebeten, das Schiff zu verlassen und das klappt offenbar immer recht gut. Ich denke, dass über den Bordcomputer auch eine Kontrolle besteht, ob sich noch Besucher an Bord befinden.
Um 17.30 Uhr erreichen wir Kjöllefjord, den Ort an dem ich zu einer Exkursion zu den Samen das Schiff verlasse. Wie gewohnt steht der Bus bereits für die Reisegruppe bereit. Zuerst geht es in ein Museum, dort erfahren wir einiges zu der Geschichte der Samen in diesem Land. Sie sind die Ureinwohner und wurden teilweise verfolgt. Es war z.B. verboten, die Sprache zu sprechen, doch das ist inzwischen alles anders geworden. Das Brauchtum wird gepflegt. Die samische Bevölkerung hat ihren Ursprung in Nordnorwegen, Finnland, Schweden und Russland. Wir erfahren hier einiges über den Fischfang der Samen, die Stockfisch und Dörrfisch Herstellung. Wir können eine kleine Kostprobe nehmen vom Stockfisch, den man sehr lange kauen muss, um den Fisch als Fisch zu erkennen. Wir sehen Fanggeräte und Boote mit denen die Menschen zum Fischen fuhren.
Nach dieser kurzen Einstimmung geht es dann weiter in die Berge hinaus, wo wir die Sami Familie treffen, die uns einen Blick in die Lebensgewohnheiten vermittelt. Zunächst einmal das riesige Zelt, Tippi genannt. Wir sitzen um eine offene Feuerstelle herum. In der Nähe der Feuerstelle gibt es eine Sitzordnung, Vater, Mutter und die Kinder haben ihre festen Plätze. Wir erhalten aus einem Becher eine typische Suppe serviert. Nicht so mein Fall! Die Kleidung und die Schuhe sind aus Fellen und halten natürlich im Winter die eisige Kälte sehr gut ab. Die Schuhe können wir uns ansehen, sie sind innen mit Heu gefüttert, offensichtlich ein guter Schutz gegen Eis und Schnee. Eine kleine Babywiege aus Fell wird uns gezeigt. Nach diesen Erklärungen geht es hinaus ins Freie. In einem Gehege befinden sich Rentiere, die Samen sind die Rentierzüchter im Land. Der Familien Vater demonstriert das Lasso Werfen und einige Teilnehmer unseres Ausflugs versuchen sich ebenfalls darin. Einige mit erstaunlichen Erfolgen.
Nach diesem interessanten Ausflug geht es mit dem Bus weiter. Unser Schiff hat derweil auch den Hafen verlassen und wir sehen auf unserer Fahrt nach Mehamn auf dem Hochplateau viele Rentiere und eine Siedlung, in der die Samen im Winter zu Hause sind. In den Zeiten der Motorisierung sind sie sicher in diesen Häusern auch im Sommer, wenn sie nicht gerade mit den Rentieren unterwegs sind. Wir erfahren, dass die Rentiere, wenn sie dann ins Winterquartier müssen, teilweise auch Wasser durchqueren müssen und hierzu sind sie durchaus in der Lage, denn sie können gut schwimmen. Auch die Kleinen sind oft schon bereit, das gegenüberliegende Ufer schwimmend zu erreichen. Falls nicht, werden sie mit Booten hinübergefahren.
Als wir nach Mehamn kommen, sehen wir schon von weitem unser Schiff im Hafen liegen. Wir sind noch auf der Höhe. Sobald wir an Bord sind, legt die Midnatsol auch schon ab. Sie hat nur auf uns Ausflügler gewartet.
Mehamn ist die nördlichste Stadt auf dieser Reise, denn danach geht es über die Barentssee nach Kirkenes. Der Name setzt sich zusammen aus: Kirke (Kirche) und Nes (Landzunge) zusammen.
Das Abendessen findet verspätet statt, doch wir werden auch heute wieder sehr gut versorgt.
Der Abend klingt aus und natürlich auch wieder an Deck um die schöne Landschaft noch vor dem Schlafengehen zu bewundern.

17.8.2007

Die Häfen Vardö und Vadsö werde ich verschlafen. Kirkenes erreichen wir um 10.00 Uhr und um 10.15 geht es auf einen Ausflug an die russische Grenze. Heute früh scheint die Sonne in mein Kabinen Fenster. Es ist windig, doch auch mild und so hoffe ich natürlich dass sich Kirkenes auch von dieser sonnigen Seite zeigt.
Das Schiff legt pünktlich an, doch es dauert lange, ehe alle Landgänger das Schiff verlassen haben. Hier gehen wohl alle von Bord und einige verlassen das Schiff auch ganz, weil für sie die Reise zu Ende ist.
Die Busse für die Ausflüge stehen an den gewohnten Plätzen, nämlich rechts von der Gangway. Mit einer kleinen Verspätung geht es nun los. Unser Reiseführer ist ein älterer, sehr redseliger Mann, den es vor 54 Jahren vom Süden in den Norden verschlagen hat. (die Liebe) Er berichtet so allerlei über die Kriegsgeschehnisse hier im Norden und vom Wiederaufbau, denn Hitler hatte ja alles zerstören lassen. Vom Niedergang der Wirtschaft infolge von Perestroika. Wir sehen die riesigen Krater, die durch den Erzabbau entstanden sind. Die Erzgewinnung ist 1996 eingestellt, da das Verfahren zu teuer wurde und der Bedarf günstiger gedeckt werden kann. Bis dahin gab es Vollbeschäftigung und Wohlstand. Heute leben die Leute hier überwiegend von den Touristen, die ständig mit Hurtigruten ankommen und oft auch einige Tage hier verbringen, außerdem Schiffsreparaturen und Handel mit Russland.
Wir fahren an die russische Grenze, ein norwegischer Wachposten wacht darüber, dass man nicht einfach so hinüber rennt. Nur geschäftliche Einreise ist möglich. Sonst eher trostlos und viel Natur.
Der Bus macht danach noch eine kleine Rundfahrt durch die Stadt. Auf einer kleinen Anhöhe mit schönen Einfamilienhäusern steigen wir aus und haben einen schönen Blick über die Stadt und sehen im Hafen unser Schiff in der Sonne liegen.
Natürlich wird hier auch fotografiert. Es werden schöne Bilder, der Sonnenschein, die Blumen am Wegesrand und dann das Schiff.
Pünktlich erreichen wir das Schiff bei diesem wunderbaren Wetter. Natürlich muss man jetzt unbedingt aufs Sonnendeck. Es ist bisher der schönste Sonnentag auf der ganzen Reise.
Jetzt sind wir die „Südgehende Route, alle Schiffe, denen wir jetzt begegnen sind „Nordgehend“

Um 16.oo Uhr ist Vardö, erreicht. Es ist die östlichste Stadt Norwegens und liegt auf einer Insel, Vardöya und ist durch einen Tunnel mit dem Festland verbunden. Er ist 2,9 km lang und der erste Unterwassertunnel des Landes.
Die Hafeneinfahrt ist beeindruckend und merkwürdig zugleich. Man sieht auf dem Berg riesige runde Kugeln, die, wie ich später erfahre Lauschzwecken dienen. Also militärische Einrichtungen.
Hier haben wir eine Stunde Aufenthalt und können die Kirche und das Museum, das ehemals eine Festung war, besichtigen. Entsprechende Führer begrüßen uns in Alten Uniformen am Kai.
Um 18.15 gibt es Essen, Roastbeaf mit Gemüse und Kartoffel Gratin.
Um 17.00 Uhr geht’s weiter in Richtung Batsfjord. Das ist ein Hafen, sehr geschützt am Ende eines Fjordes und nahm aus diesem Grund in früheren Zeiten einen Spitzenplatz bei den angelandeten Fischmengen ein. Ankunft um 19.45 und Abfahrt ist bereits um 20.30. Der nächste Hafen ist Berlevag, den wir so gegen 22.30 auch schon wieder verlassen. Kaum Aufenthalt, da treffen wir auf die M/S „Vesterälen.
Jetzt wird es Zeit zum Schlafen, denn morgen früh beginnt der Tag um 4.45 Uhr – Es soll zum Nordkap gehen mit Frühstück am Nordkap.

18.8.2007

Heute früh lasse ich mich um 4.45 wecken. Sicher ist sicher, mein Wecker wird es auch tun, doch doppelt ist besser, denn den Ausflug zum Nordkap will ich natürlich nicht versäumen. Ab 5.30 gibt es extra für die Ausflugsgruppe ein frühes Frühstück in der Cafeteria auf Deck 5. Kaffee und Brötchen, das tut gut. Um 6.00 Uhr erreichen wir Honningsvag und 15 Minuten später sitzen wir schon im Bus, bereit für die Abfahrt. Unser Schiff macht sich allein auf die Reise. Ich habe ein bisher nie da gewesenes Glück, einen Platz in der ersten Reihe zu erwischen und kann durch die Frontscheibe schöne Bilder machen und das gesamt Panorama genießen. Zuerst ein kurzer Halt an einem Sami Camp, doch ich steige nicht aus, habe keine Lust, das noch einmal zu sehen, hatte ja bereits einen Ausflug am 6. Tag meiner Reise.
Die Fahrt geht über das Nordkap Plateau zum Aussichtspunkt. Es ist kaum Vegetation hier oben und als wir dann das Nordkap erreichen, regnet es und es herrscht dichter Nebel. Das kümmert allerdings vorerst noch niemanden, denn zuerst sehen wir einen 3 D Film über das Kap und die umliegenden Regionen, ein Vogelparadies. Dann geht es hinauf ins Restaurant und hier dann ein reiches Frühstück. Doch danach möchte ich natürlich das Nordkap fotografieren und wie auf Bestellung, wird der Regen so heftig, dass ich kaum die Kamera schützen kann und ich selbst bin total durchnässt. Meine Mütze war schön verpackt in meinem Rucksack und die Kameras sollten natürlich auch nicht nass werden. So habe ich dann nur noch die Fotoausrüstung geschützt und kam wie ein begossener Pudel zurück ins
Nordkap Haus.
Es gelang mir aber doch noch ein paar Bilder zu machen, nur das Kap selber war nicht zu sehen. Die Weltkugel musste ich dann wohl oder übel mit fremden Leuten darauf aufs Bild bannen, konnte nicht länger warten, bis der Andrang dort oben vorüber war.
Um 8.15 geht es weiter in Richtung Hammerfest, zuerst über Hönningvag durch diverse Tunnel, 4,3 und 6 km lang, bergauf, bergab, vorbei am Porsanger Fjord, wo wir unterwegs eine Bekanntschaft mit einem Rudel Rentiere machen.

So erreichen wir dann endlich nach 6 Stunden Hammerfest und können unser Schiff besteigen. Es war eine lange, doch sehr interessante Fahrt, die trotzt des schlechten Wetters oben am Nordkap doch noch sonnige Abschnitte hatte.
Leider ist das Wetter heute bei der Abfahrt in Hammerfest nicht so gut und so hoffen wir auf besseres Wetter unterwegs.
Die Reise führt uns jetzt nach Tromsö, wo ein Mitternachtskonzert geplant ist. Ankunft um 23.45 und Abfahrt des Schiffes um 1.30 Uhr. Zu dieser mitternächtlichen Exkursion habe ich keine Lust und gehe lieber zeitig ins Bett, denn der Tag war schon lang genug.

19.8.2007

9. Tag meiner Reise

Heute beginnt der Tag mit einem Ausflug ab Harstadt nach Sortland. Um 8.15 Uhr warten wir auf die Busse, die leicht verspätet eintreffen. Die Reisegruppe ist etwas irritiert, denn das gab es bisher noch nicht. Bei den anderen Ausflügen standen die Busse schon bereit, wenn das Schiff anlegt. Doch keine Panik, auch dieser Ausflug wird dann noch pünktlich starten.
Harstadt ist eine Stadt in der Landschaft Hegeland und hier scheint die Mitternachtssonne bis zum 19. Juli, also leider vorbei, doch das macht nichts, denn hier sind wir ja am Tage.
Als wir unseren Ausflug starten, liegt die nordwärts gehende Hurtigrute m/s „Polarlys“ noch am Kai.
Zuerst fahren unsere Busse hinauf in die Stadt, wo die reicheren Leute ihre schönen Villen haben und sicher nicht begeistert sind, so früh am Morgen von 4 Bussen mit Touristen in der wohlverdienten Sonntagsruhe gestört zu werden. An einem schönen Aussichtspunkt halten wir, um noch einmal einen wunderbaren Blick auf die Stadt und den Hafen mit den Schiffen zu genießen.

Wir sehen wie unser Schiff, die M/S „Midnatsol“ sich auf den Weg macht, um uns dann um 12.30 Uhr in Sortland wieder an Bord zu nehmen. Doch vorher wollen wir ja noch einiges sehen.
Nachdem wir das Villenviertel an diesem schönen Sonntagmorgen mit unseren großen Bussen durchquert haben, geht unsere Fahrt weiter zur Kirche von Trondenes. Die Kirche wurde im Jahre 1434 erbaut und war damals die am nördlichsten gelegene Steinkirche Norwegens. Hier empfängt uns die Pastorin zu einer kleinen mehrsprachigen Andacht (norwegisch, französisch, englisch und deutsch) was natürlich sehr beeindruckend ist. Sie gibt uns die besten Segenswünsche für unsere weitere Reise.
An diesem Tag ist ein Wikinger Fest auf einer kleinen Wiese zwischen Kirche und Museum, dort sind Zelte aufgeschlagen und es wird anschaulich das Leben der Wikinger dargestellt.

Ein Besuch des Museums folgt anschließend. Hier finden sich Dinge aus der Zeit der Christianisierung, Funde aus vielen Jahrhunderten. Es zeigt die Geschichte des frühen Mittelalters. So wird uns ein schönes Halsband, oder besser gesagt eine schönen Kette gezeigt, die eine alte Dame aus dem Ort fand, als ihr Hund die Kostbarkeit während eines Spaziergangs ausgrub. Auch ein Opferkessel, der in einem Hochmoor gefunden wurde und ziemlich unversehrt aussieht kann hier bewundert werden.
Unsere deutschsprachige Reiseführerin ist hier auch gleichzeitig Verkäuferin in dem Souvenir Laden, der zum Museum gehört. Sie erklärt uns, dass die Gemeinde nicht genug Geld habe, um hier eine Angestellte zu beschäftigen.
Wir müssen uns verabschieden, denn es muss ja weitergehen. Das Programm kann nicht verlängert werden, denn das Schiff hat einen festen Fahrplan und kann seine Liegezeit nicht verlängern.
Als wir den Grönsfjord erreichen verlassen wir den Bus, wieder einmal um Fotos zu machen und die Muscheln im Wasser zu sehen. Hier wird Muschelzucht betrieben. Die Fahrt geht weiter bis zum nächsten Fjord, den wir bei Revnes per Schiff überqueren. Es ist ein kleines Fährschiff, das auch zur Flotte der Hurtigruten gehört und hier werden wir mit einer kleinen Erfrischung empfangen. Kaffee und norwegische Spezialitäten, wie z. B. Ziegenkäse auf Waffeln. Es bleibt aber auch noch Zeit für Fotos auf dieser Überfahrt. Danach geht es weiter entlang des Fjordes. Viele schöne Häuser säumen die Straße und wir haben einen schönen Ausblick auf den Fjord und die gegenüberliegenden Berge.
Gegen 12.30 Uhr erreichen wir Sortland, das liegt auf der anderen Seite und wir müssen den Sund über eine Brücke überqueren. Kurz vor der Brücke halten wir noch eine kurze Zeit, denn die Midnatsol hat sich ein wenig verspätet und wir wollen sie unter der Brücke hindurch fahren sehen, wenn wir uns auf der Brücke befinden. Das klappt dann auch wunderbar und es setzt ein Hupkonzert der Busse ein das von der Schiffssirene erwidert wird. Man kann es kaum beschreiben, wie gut diese Inszenierung geklappt hat. Ein schönes Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.
Um 13.00 Uhr, nachdem auch die Ausflügler wieder an Bord sind, legt die Midnatsol in Sortland ab und ist um 14.15 Uhr bereits im nächsten Hafen. Stokmarknes ist der Geburtsort der Hurtigruten. Hier hatte 1893 der Kapitän Richard With die Idee, eine regelmäßige Schiffsverbindung zwischen Süd- und Nordnorwegen einzurichten. Heute verkehren 11 Schiffe und versorgen die Bewohner mit den wichtigen Dingen des täglichen Lebens.
Hier in Stockmarknes kann ein Hurtigruten Museum besucht werden und ein Blick auf die ausgemusterte MS „Finnmarken“ ist auch vom Schiff aus möglich.
Um 15.15 legen wir wieder ab und es geht in Richtung Trollfjord Raftsund wo wir ca. um 16.15 Uhr ankommen.
Um 16.30 wird ausgebootet für eine Exkursion der Seeadlersafari. Der Vorgang wird natürlich von den an Bord Gebliebenen mit Interesse verfolgt. Das Boot treffen wir später im Trollfjord wieder.
Heute Abend und in der Nacht haben wir reichlich Seegang und ich verschwinde rechtzeitig in meinem Bett.

20.8.2007

Es ist der 10. Tag meiner Reise und so langsam kommt Wehmut auf, dass die schöne Reise bald wieder vorüber ist.
Doch heute kommt Anna in die Schule. Es werden wohl Bärbel und Knut dabei sein. Leider hatte ich meine Reise schon früh im Frühjahr geplant, da konnte man mir auch noch nicht sagen, wann der genaue Termin sein würde, sonst wäre ich sicher 14 Tage früher gefahren, um dabei zu sein.
Heute passieren wir erneut den Polarkreis südgehend. Es ist um 9.30 Uhr, da bin ich noch im Restaurant zum Frühstück als die Durchsage kommt und wir darauf hingewiesen werden. Schade, das hätte ich gern an Deck erlebt. Ich sitze zu der Zeit allerdings mit sehr netten Leuten aus den USA zusammen. Sie kommen aus Minnesota und mein Englisch ist ganz passabel wir können uns ganz gut unterhalten. Sie erzählen von einer früheren Reise nach Norwegen. Die Mutter hatte hier Freunde und als die Mutter 9o jährig im Rollstuhl saß, sind die Kinder mit ihr hier gewesen, um diese Freunde noch einmal zu treffen. Es war interessant und ich hätte gern die ganze Reise eine so nette Tischbegleitung gehabt.
Um 12.15 Uhr kommen wir in Sandnessjöen an und es lohnt sich, einen kleinen Ausflug in die Stadt zu unternehmen, denn wir liegen hier bis 13.30 Uhr. Das Wetter ist toll, richtig warm und sommerlich sonnig. Das Wetter verwöhnt uns und das tut gut, nach einer sehr schaukeligen Nacht. Nach der Abfahrt haben sich alle Fotografen mit ihren Kameras bewappnet, um die Bergkette „7 Schwestern“ auf die Platte zu bannen, doch leider haben sich die Schwestern in Schleier gehüllt, so dass man sie nicht sehen kann. Es gelingen eben nur neblige Aufnahmen.
In weiter Ferne ist eine kleine Kirche zu sehen, über die ich einiges im Internet fand:

Der Poet und die "sieben Schwestern"
Auf die Insel Alsten schwingt eine moderne Spannbrücke über den Sund.


Drüben, im Anwesen von Alstahaug, lebte und schrieb Norwegens Volksdichter, der Priester und Poet Petter Dass (1647-1707) - ein malerisches Fleckchen Erde, wie geschaffen zum träumerischen Philosophieren, mit rot gestrichenen Holzhäusern und einer Kirche mit Zwiebeltürmchen. Landeinwärts ragen die sieben Schwestern auf: schroffe Bergrücken mit wilder mythologischer Entstehungsgeschichte. Als die sieben Töchter des Sulis-Königs vor dem Vagakallen gen Süden flüchteten, wurden sie vom anbrechenden Tag überrascht und in Felsen verwandelt, heißt es. Heute lässt es sich gut wandern dort oben.

Der nächste Hafen ist Brönnöysund, wo wir um 16.15 ankommen. Auch hier ist der Hafen der Mittelpunkt der Stadt und bei einem kurzen Landgang gelingen mir einige schöne Sommerbilder

Leider verlassen wir diesen schönen Ort bereits wieder um 17.00 Uhr. Für 17.50 ist ein weiteres Highlight angekündigt: Bei gutem Wetter können wir das Loch durch den Torgatten Berg sehen.
Es ist wirklich gut zu sehen und der Kapitän lässt das Schiff noch einmal drehen, damit auch alle Passagiere von allen Seiten das Schauspiel erleben können. Eine sehr nette Geste seitens der Schiffsführung, die wie so oft vorher auch schon, viel für die Gäste macht.
Um 20.30 Uhr erreichen wir dann Rörvik und hier gibt es die Möglichkeit eines Landgangs. Wir warten auf die Nordgehende M/S„Richard With, die man noch schnell besichtigen kann. Sie verspätet sich um ca. 10 Minuten und ich glaubte, für eine Besichtigung würde die Zeit nicht reichen, so bin ich dann lieber wieder an Bord unseres Schiffes gegangen. Doch unsere Besatzung, Stewards und Schiffsführung, Kapitän und Offiziere sind dann auch noch zu einem kurzen Besuch hinübergegangen, ich habe das dann alles von Deck beobachtet. Die Abfahrt hat sich dadurch ein wenig verzögert. Unsere deutsche Reiseleiterin ist auch öfter schon eingesetzt auf der Richard With und somit hat sie natürlich auch Freunde dort an Bord.
Mit leichter Verspätung machen sich die beiden Schiffe auf ihren Weg, das unsere Richtung Süden und die Richard With zum Norden.

Ich bin noch eine Weile an Deck und gehe dann auch bald ins Bett und hoffe auf einen schönen nächsten Tag.
Trondheim werde ich morgen besichtigen. Ich freue mich auf diese Stadt, denn da kommen Erinnerungen auf an meinen ersten Besuch im Jahre 1968.

21.8.2007

Am 11. Tag meiner Reise (das Ende naht) legen wir schon um 6.30 Uhr in Trondheim an. Neben uns am Pier liegt die Nordgehende M/S „Trollfjord“ und nach dem Frühstück um 8.00 Uhr geht es mit dem Bus auf Stadtrundfahrt. Eigentlich hatte ich ja bereits auf der Hinfahrt eine Stadtrundfahrt, doch den Dom und die Stadt kann man durchaus mehrfach besichtigen. Diese Tour führt uns auf einen Aussichtspunkt und von hier können wir die gesamte Stadt sehen und uns von der Größe ein Bild machen. In weiter Ferne sehe ich unser Schiff am Kai liegen, den Dom besichtige ich natürlich auch noch einmal.

Wir fahren durch die Altstadt mit ihren typischen Holzhäusern, die allerdings immer wieder Opfer von Groß Bränden wurde und so hat man jetzt auch schon mehr Steinhäuser gebaut, denn das Risiko mit den Holzhäusern ist einfach zu groß. 1885 war wohl der letzte große Brand.
Um 10.00 Uhr verlässt das Schiff den Hafen und viele Passagiere sind bereits auf dem Heimweg, denn hier ist ein großer Wechsel gewesen. Viele Deutsche sind mit der Bahn von Trondheim nach Oslo unterwegs, um von hier aus mit der Color Line Linie nach Kiel zu fahren. Ich freue mich, dass ich noch bleiben kann und so geht die Fahrt weiter nach Kristiansund, wo wir um 16.30 ankommen. Leider hier auch nur 30 Minuten Aufenthalt.

Um 17.30 Uhr geht es wieder einmal auf eine offene Seestrecke „Hustadvika. In der täglichen Reisebeschreibung erscheint die Zeit mit einer ungemütlichen Wolke und so kann sich jeder vorher mit entsprechenden Tabletten eindecken.

Um 20.30 erreichen wir die schöne Stadt Molde, sie wird auch die Rosenstadt genannt. Es ist wirklich eine Rosenstadt. Rosen überall, an den Häusern, in den Parks am Straßenrand und das in üppiger Blüte. Als wir ankommen liegt neben uns am Pier die M/S „Kong Harald.“ Unser nächster Hafen wird Alesund sein, hier treffen wir um 23.45 ein und weit nach Mitternacht verlassen wir die Stadt. Und das wird die letzte Nacht in diesem wunderbaren Bett. Das leise Geräusch der Motoren hat mich die ganze Zeit sanft in den Schlaf gesungen und ich kann sagen, es war sehr angenehm.
22.08.2007

12 und letzter Tag auf der M/S „Midnatsol“
Um 5.45 legen wir in Malöy ab und das letzte Frühstück erwartet mich. Während des Frühstücks erreichen wir Florö und um 8.15 sind wir dann schon wieder unterwegs, unserem Endziel Bergen entgegen.
Die Koffer müssen bereits um 10.00 Uhr am Fahrstuhl bereit stehen, damit sie von der Besatzung in den Gepäckraum gebracht werden können.
Die Kabine ist bis 10.00 Uhr zu räumen.
Von jetzt an bin ich Passagier ohne eigenes Zuhause, doch das ist nicht weiter schlimm, denn richtig gutes Sommerwetter macht die letzten Stunden zu einem Kreuzfahrt Urlaub, wie man sich ihn nur wünschen kann. Sonne pur, fast schon zu heiß. Gegen Mittag verziehe ich mich erst einmal in die Cafeteria und dann gehen die letzten Stunden doch sehr schnell vorbei.
Kurz vor Bergen bin ich natürlich wieder auf Deck 9, um die Ankunft nicht zu verpassen. Wir passieren Asköy, fahren unter der Brücke hindurch, die ich schon immer von Land aus gesehen hatte und kurz nach 14.00 Uhr biegen wir in das Hafenbecken ein, das zum Hurtigruten-Terminal führt. Vorher noch ein kurzer Blick auf Hennings Büro, doch das kann man nicht so genau sehen.
Corinna holt mich hier ab und ich freue mich sehr, sie zu sehen.

So endet meine schönste Seereise
und der schönste Urlaub meines Lebens heute hier in Bergen

Margrit im August 2007
30.7.08 14:29
 
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